„Talvars Schuld“ von Valerie Colberg

*Staub vom Blog wischt* Lange Zeit war es hier ruhig, aber da ich es tatsächlich mal wieder geschafft habe, ein Buch zu rezensieren, will ich euch das hier natürlich nicht vorenthalten. Vielleicht schaffe ich das in nächster Zeit ja auch mal wieder öfters. Aber jetzt zu meiner Kurz-Rezension zu Valerie Colbergs „Talvars Schuld“

Talvars Schuld | Valerie Colberg | 416 S. | historische Fantasy | Knaur | ISBN 978-3-426-51434-4

Das Buch bei amazon und auf der Verlagsseite.

Klappentext

Intrigen, Machtspiele, politische Ränke in einer von der Antike inspirierten Welt, und mittendrin: eine große Liebe – das ist der neue Roman „Talvars Schuld“ von Valerie Colberg
Mord an der Feldherrin und Unterschlagung von Kriegsbeute, so lauteten die Vorwürfe — doch das Gericht sprach den Beschuldigten Talvar frei.
Fünfzehn Jahre später versucht Kadevis, der Sohn der Ermordeten, den Fall neu aufzurollen und Talvars Schuld am Tod seiner Mutter zu beweisen. Doch je besser Kadevis Talvar, den Todfeind seiner Familie, kennenlernt, umso mehr beginnt er, an seinem Vorhaben zu zweifeln. Und dann ist da auch noch Talvars schöne und kluge Tochter Lerina. Sind die Ehre von Kadevis‘ Familie und Gerechtigkeit für seine Mutter es wert, Lerinas Leben zu zerstören?

Wie es mir gefallen hat

„Talvars Schuld“ lässt sich als Roman schwer in eine Schublade stecken – es ist keine klassische Fantasy, Magie sucht man vergeblich. Stattdessen ist es eine Mischung aus politischem Thriller, Liebesgeschichte und Entwicklungsroman, der in einer an die Antike angelehnten Welt spielt. Als großer Fan der Antike hat es mich sehr gefreut, einmal einen Fantasy-Roman zu lesen, der an diese Epoche angelehnt ist und nicht wie so oft ans Mittelalter. In den Beschreibungen wird auch sehr deutlich, dass die Autorin sich mit der Materie auskennt und durch kleine eingestreute Details wirkt alles sehr authentisch. Der Roman ist spannend geschrieben, manchmal aber auch lustig und philosophisch.
Auch die Figuren konnten mich begeistern. Kadevis‘ wollte ich zwar manchmal schütteln, weil er wieder mal etwas verdammt Dummes tun wollte, aber ich mochte ihn doch sehr und sein Verhalten war für jemanden, der gerade erst erwachsen wird und sich erstmal in einer Welt voller Intrigen und Machtspiele zurecht finden muss, sehr gut nachvollziehbar. Ein bisschen stahl ihm jedoch sein Mentor Malkar, genannt der Bluthund, die Show. Malkar ist ein grandioser Gerichtsredner und selbst sehr erpicht, Talvars Schuld zu beweisen – seine Motive liegen lange im Dunkeln und genau wie Kadevis war ich mir manchmal nicht sicher, ob ich ihm wirklich trauen konnte. Talvar selbst ist ähnlich mysteriös und ich war häufig hin und her gerissen, ob ich ihn als tragische Figur oder ruchlosen Täter sehen sollte. Seine Tochter Lerina, ein eigensinniger Wildfang, ist sein Ein und Alles – dass Kadevis sich ausgerechnet in sie verliebt, macht die ganze Situation noch um einiges komplizierter.

Langweilig wurde es so auf jeden Fall nicht und ich habe auf jeder Seite mitgefiebert – das einzige Manko: Es war viel zu schnell vorbei! Das Ende ist zwar rund und stellt einen guten Abschluss für Kadevis‘ Geschichte dar, doch über viele der Nebenfiguren (*hust* Malkar *hust*) hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen – aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein Spin-off?

Valerie Colberg konnte mich mit ihrem neuen Roman jedenfalls vollauf begeistern und ich hoffe, dass es bald mehr von ihr zu lesen gibt.

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