„Besser schreiben für Dummies“ – auch Schreiben will gelernt sein

In Beruf und Alltag stoßen wir immer wieder auf Situationen, in denen ihr etwas schreiben wollt – oder müsst. Ein weißes Blatt Papier wartet darauf, mit Buchstaben gefüllt zu werden. Häufig wirkt diese Situation abschreckend. Schreiben lernt jedes Kind in der Schule, daher sollte es doch kinderleicht sein, oder? Aber gute Texte zu schreiben ist mehr als Buchstaben und Worte aneinander zu reihen und grammatisch richtige Sätze zu bilden. Und dieses Mehr, das vergaß die Schule oft zu lehren. In „Besser schreiben für Dummies“ erhaltet ihr zahlreiche Tipps, wie ihr lernen könnt, prägnante Texte zu schreiben.

Was Sie in „Besser schreiben für Dummies“ erwartet

Wer eine Anleitung erwartet, wie man unbeschadet das Bermuda-Dreieck der deutschen Grammatik durchquert, wird enttäuscht sein. Ebenso jeder, der nach einer Stilbibel Ausschau hält. Nur einer von fünf Teilen beschäftigt sich konkret mit den handwerklichen Aspekten des Schreibens. Aber das ist bei Weitem kein Makel; es ist vielmehr ein großer Pluspunkt. „Besser schreiben für Dummies“ beschäftigt sich mit weit mehr als nur sprachlichen Hürden. Nicht nur der Schreibakt an sich ist für gute Texte ausschlaggebend; das Drumherum, das dem Schreiben vorausgeht, es begleitet und ihm folgt, darf man nicht vernachlässigen. Ihr werden lernen, dass gutes Schreiben mehr ist als schönes Schreiben – auch wenn Schönes schreiben mit Sicherheit dazugehört.

Was man vor dem Schreiben beachten muss – und danach

Der erste Teil des Buches führt euch ins Bewusstsein, aus welchen Gründen geschrieben wird. Ihr lernt vieles über die Motivation zu schreiben, das Verhältnis zum Leser und wie gute Texte aufgebaut sind. Dabei lernt ihr verschiedene Texttypen und ihre Eigenschaften kennen. Nachdem ihr im ersten Teil allerlei Grundwissen über das Schreiben erworben habt, widmet sich der zweite Teil dem Schreibprozess. Ihr erfahrt, dass angenehme Arbeitsbedingungen und sorgfältige Recherche wichtige Voraussetzungen sind. Außerdem werdet ihr von dem Irrglauben befreit, dass der erste Text der endgültige Text sein muss. Bearbeiten und Umschreiben, sowie das Gegenlesen durch eine Vertrauensperson sind wichtige Schritte im Schreibprozess. Und ihr lernt: auch die Endfassung eines Textes wird nie perfekt sein. Daher erfahrt ihr in diesem Teil auch, wie ihr mit Erwartungsdruck und anderen Widrigkeiten fertig werdet.

Das Handwerkszeug und wie man es nutzt

Der dritte Teil widmet sich nun ganz dem Handwerk und beantwortet die wichtigen Fragen:

  • Wie finde ich die richtigen Worte?
  • Wie bilde ich aus Worten flüssige Sätze?
  • Wie verbinde ich Sätze zu einem schlüssigen Text?
  • Wie gestalte ich einen Text, damit er nicht langweilig wird?

Nach der Lektüre dieses Teils, habt ihr nun alles wichtige gelernt – zumindest in der Theorie. Auch wenn es eine abgedroschene Phrase ist, der alte Spruch „Übung macht den Meister“ gilt auch hier: Im vierten Teil lernt ihr, wie ihr eure Sprachfertigkeit durch Übungen verbessern könnt. Ihr findet hier auch als Anregung einige Beispiele für Texttypen, die ihr häufiger in Alltag und Beruf benutzt. Der fünfte Teil ist der bewährte Top-Ten-Teil der „Für Dummies“-Bücher. Hier findet ihr Tipps, wie ihr die besten Voraussetzungen zum Schreiben schafft. Ihr erhaltet Antworten auf die zehn häufigsten Fragen, die beim Schreiben aufkommen. Und damit der Spaß nicht verloren geht, findet ihr hier auch zehn Übungen, mit denen ihr spielerisch eure Sprachfertigkeit verbessern könnt.

Einstieg und Auffrischung

„Besser schreiben für Dummies“ ist ein rundum gelungener Schreibratgeber, der seinem Namen alle Ehre macht. Monika Hoffmann bringt stilsicher und prägnant auf den Punkt, worauf es beim Schreiben ankommt – ohne das es beim Lesen langweilig wird. Der Ratgeber ist als Einstieg für Schreibneulinge ebenso geeignet wie als Auffrischung für erfahrene Schreiber. Da die Kapitel in sich abgeschlossen sind, eignet er sich auch hervorragend als Nachschlagewerk.

Hoffmann, Monika: Besser schreiben für Dummies. Wiley-VCH Verlag, 2010. 235 Seiten.

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