Gemeinsam Lesen #27

gemeinsam lesen

Eine wöchentliche Aktion von Schlunzen-Bücher, früher gemeinsam mit Weltenwanderer und ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe „Watcher – Ewige Jugend“ von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler weitergelesen (Prolog und erstes Kapitel – da ich die Trilogie als Bundle auf meinem Kindle habe, stehe ich damit immer noch bei grandiosen 1%) und parallel dazu mit „Das Graveyard Buch“ von Neil Gaiman angefangen. Da befinde ich mich auf Seite 34 von 312.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Das ist dann wohl ein endgültiges Nein“, stellt sie ein bisschen bedauernd, ein bisschen beleidigt fest.

(aus „Watcher“)

Er brauchte der Versammlung nicht zu sagen, dass er gescheitert war.

(aus „Das Graveyard Buch“)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Zu meinen Büchern kann ich nicht viel sagen, da ich bei beiden nicht sehr weit bisher gekommen bin. Was aber nicht wirklich an den Büchern lag. Zum einen war ich letzte Woche ziemlich beschäftigt, zum anderen hat mir die Hitze sehr zu schaffen gemacht. Da kann ich mich einfach nur sehr schwer konzentrieren :-/

4. Gibt es Bücher, auf die du theoretisch neugierig bist, die du aber aus einem Grundsatz heraus nicht liest, weil sie z.B. von einem Autor geschrieben sind, den du nicht magst oder weil sie in einem Verlag erschienen sind von dem du nicht überzeugt bist?

Ja, die gibt es.

Auf die Ender-Serie bin ich sehr neugierig. Aber ich möchte zu seinen Lebzeiten nichts von Orscon Scott Card lesen (bzw. kaufen – falls ich es billig auf ReBuy finde, überleg ich es mir vielleicht). Da er furchtbar homophob ist und meines Wissens Hassgruppen durch seine Einnahmen mitfinanziert, will ich nicht, dass er auch nur einen Cent von mir bekommt. (Wenn jemand aktuelle Infos hat, die dem widersprechen – Menschen können sich ja auch weiterentwickeln – gerne her damit)

Ähnlich gespalten bin ich bei Romanen von Marion Zimmer Bradley aufgrund der Missbrauchsvorwürfe, die gegen sie aufkamen (ich glaube irgendwann letztes Jahr war das recht groß in den Onlinemedien?).

An sich würde ich ja gerne Bücher lesen, ohne dabei einen Gedanken an die Person des Autors zu verschwenden – aber gerade bei so problematischen Überzeugungen und Handlungen kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie sich gar nicht im Werk niederschlagen. Und jetzt, wo ich es einmal weiß, würde ich wahrscheinlich auch nach Belegen dafür in ihren Büchern suche :-/ Das würde mir das Lesevergnügen doch sehr verleiden (ganz unabhängig vom Unterstützungs-Aspekt)

Es gibt auch einige Verlage, bei denen ich skeptisch bin, was ihre Qualität angeht. Dennoch würde ich allein wegen des Verlags nicht davor zurückschrecken, mir ein vielversprechendes Buch zu holen, solange wie mich Klappentext und Leseprobe überzeugen können.

4 comments

  1. wortmagieblog says:

    Hallo 🙂

    Deine Antwort zu Frage 4 finde ich sehr interessant, weil ich ähnliche Probleme mit diversen AutorInnen habe, dadurch aber auch absolut keine Neugier bezüglich ihrer Werke empfinde. Das heißt, bei mir äußert sich meine Ablehnung anders. Ein Beispiel ist Günter Grass, der als Jugendlicher ja freiwillig in die Waffen-SS eingetreten ist. Das mag Jahrzehnte her sein und der Mann ist mittlerweile ja auch verstorben, aber ich kann ihm diesen menschenverachtenden Fehler nicht verzeihen und würde deswegen wohl niemals ein Buch von ihm lesen. Ich möchte nicht in die Gedanken eines Mannes eintauchen, der das Nazi-Regime freiwillig unterstützt hat.

    Gemeinsam Lesen auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

  2. mikkaliest says:

    Huhu!

    Ich liebe die Bücher von Nadine D’Arachart und Sarah Wedler! Mir haben alle drei Bände sehr gut gefallen, wobei mein Lieblingscharakter erst in Band 2 und 3 richtig in Aktion tritt.

    Das ist ja ulkig… Ich habe heute auch über Scott Orson Card geschrieben und Marion Zimmer Bradley mehrmals in Kommentaren auf anderen Blogs erwähnt! Von beiden werde ich niemals mehr Bücher kaufen, leihen oder anderweitig lesen.

    HIER ist mein Beitrag für heute.

    LG,
    Mikka

  3. Alyceen says:

    Hey~
    Mich interessiert das Privatleben von Autoren eher wenig bis gar nicht. Solange sich für mich fragwürdige Ansichten nicht zu krass in den Büchern niederschlagen, ist es okay. Was nicht bedeutet, dass ich alles gut heiße, aber für mich sind Autor und Mensch zu unterscheiden und mit dem Menschen muss ich ja nix zu tun haben.
    Deine aktuellen Bücher sagen mir nichts, aber von Neil Gaiman hab ich schonmal gehört ^^
    Aly <3
    Gemeinsam lesen #47

  4. Doro says:

    Huhu!
    Geht mir ähnlich mit Frage 4. Wenn ich solche Dinge über einen Autor oder eine Autorin höre, würde ich schon ins Nachdenken kommen. Aber bei einem extrem homophoben Autor müsste das ja in den Büchern auch durchscheinen, denke ich. Ansonsten verschwende ich da auch nicht allzu viele Gedanken dran. Autoren, die auf mich arrogant wirken, kaufe ich auch nicht so gern, außer die Bücher überzeugen mit wirklich vollkommen.
    LG
    Doro

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