„Beastly“ von Alex Flinn

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Beastly (OT: Beastly) | Alex Flinn | 333 S. | Fantasy/Märchen | Baumhaus | ISBN 978-3-8432-0069-1

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Klappentext

Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift – als hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht hätte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen Mädchen beliebten Kerl, aber er war auch arrogant, eingebildet und überheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses grässliche Biest zu sein – jetzt kann ihn nur noch die Liebe von diesem Fluch erlösen.

Wie es mir gefallen hat

Kyle Kingsbury hat alles, wovon ein Teenager träumt: Beliebtheit, umwerfendes Aussehen, einen reichen, berühmten Vater und das heißeste Mädchen der Schule als Freundin. Und dazu die besten Aussichten, auf dem Frühlingsball Ballprinz zu werden. Kyle findet sich selbst perfekt, aber etwas fehlt ihm. Und das, was ihm fehlt, ist das wichtigste: ein liebendes Herz. Als er seine Herzlosigkeit ein weiteres Mal auf grausame Weise unter Beweis stellt, rächt es sich: Das hässliche Mädchen, das er vor der ganzen Schule demütigt, ist in Wirklichkeit eine Hexe – die Ihn dazu verflucht, dass sein Äußeres von nun an das Hässliche in seinem Inneren widerspiegelt. In ein unmenschliches Biest verwandelt hat er zwei Jahre Zeit, eine Frau zu finden, die er wahrhaftig liebt und die auch ihn so liebt, wie er jetzt ist. Nur durch Ihren Kuss kann er zurückverwandelt werden.

Kyles tiefer Fall

Seines perfekten Äußeren beraubt muss Kyle bald erkennen, dass das alles war, was ihn bisher ausmachte. Seine Freundin, durch deren Kuss er erlöst werden wollte, wendet sich entsetzt von ihm ab. Sein Vater, der mehr an seiner Karriere als Nachrichtensprecher als an seinem Sohn interessiert ist, denkt nur an mögliche Imageschäden: nachdem er Kyle vergeblich zu unzähligen Schönheitschirurgen geschleppt hat, verfrachtet er ihn kurzerhand in eine Villa in Brooklyn. Hinter hohen Mauern soll Kyle hier abgeschottet von der Außenwelt den Rest seines Lebens fristen. Die Zeit, die er hier zusammen mit dem Hausmädchen Magda und seinem blinden Hauslehrer Will verbringt, verändert Kyle. Er lernt, dass die wahre Schönheit im Inneren liegt und findet zu sich selbst. Doch je mehr Zeit verstreicht, umso mehr verliert er den Glauben, dass der Fluch je aufgehoben werden könnte. Bis eine seltsame Wendung des Schicksals neuen Grund zur Hoffnung gibt.

Fazit

Alex Flinn gelingt es, eine altbekannte Geschichte auf erfrischend neue Art zu erzählen. In ihrer Umsetzung finden sich zahlreiche bekannte Elemente, aber sie wartet auch mit charmanten Neuerungen auf. „Beastly“ wird zur Abwechslung rein aus der Perspektive des Biests erzählt. Ein Blickwinkel, der es dem Leser ermöglicht, hautnah mitzuerleben, wie Kyle sich nach und nach verändert. Wie er seine alten Einstellungen überdenkt und langsam zu einem neuen Selbst findet. Aufgelockert wird die Handlung durch die Chat-Aufzeichnungen einer Selbsthilfegruppe ungewollt Verwandelter, in der Kyle seine Probleme mit Märchenfiguren wie der kleinen Meerjungfrau und dem Froschkönig bespricht. Das alles macht „Beastly“ zu einem vergnüglichen Leseabenteuer, das leider allzu schnell vorbei ist.

bewertung-4

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