„Der Feuervogel“ von Kaye Alden

DerFeuervogel

Der Feuervogel | Kaye Alden | 360 S. | Märchen/Gay Romance | Selfpublishing/CreateSpace | ISBN 978-1512018912

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Klappentext

Als ein Feuervogel den kostbarsten Schatz des Königs raubt, macht sich Prinz Dimitrij auf die Suche nach dem Dieb. Inmitten der finsteren Nordwälder wird er von Wölfen angegriffen. Ivan, ein einfacher Landarbeiter, rettet ihn. Als der attraktive Mann zudem verspricht, ihn zu dem Feuervogel zu führen, glaubt Dimitrij, das Glück endlich auf seiner Seite zu haben. Er willigt ein, sich Ivan anzuvertrauen, denn trotz des unüberwindbaren Standesunterschieds fühlt er sich sofort zu seinem Retter hingezogen.
Doch er ahnt nicht, dass Ivan mehr als nur ein düsteres Geheimnis verbirgt, das sowohl Dimitrijs Mission als auch ihrer beider Leben in Gefahr bringen wird.

Wie es mir gefallen hat

Die Geschichte wird aus Dimitrijs Sicht erzählt, dem jüngsten Sohn eines Königs, der vom Anblick des Feuervogels fasziniert ist und sich auf die Suche nach ihm begibt. Doch die Suche gestaltet sich nicht so einfach, wie er es erhoffte und er ist dankbar, als er auf Ivan trifft, der ihn auf seiner Reise begleitet und unterstützt. Auch wenn er noch nicht ahnen kann, welches Wagnis er wirklich eingeht, wenn er den Feuervogel erringen will, und welche Rolle Ivan dabei spielen wird. Denn vieles ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint und die Geschichte wartet mit vielen Wendungen auf, die Dimitrij und Ivan gleich in ihre nächsten Abenteuer stürzen. Denn bald geht es nicht nur darum, den Feuervogel zu finden, sondern es gilt noch einen Fluch zu brechen, eine Prinzessin zu retten und ein Königreich zu befreien. Und mit seinen aufkeimenden Gefühlen für Ivan muss Dimitrij auch noch zurecht kommen.
Es finden sich viele Zutaten für ein gutes Märchen in der Geschichte, gemischt mit Motiven, die ich so noch nicht kannte und deren Umsetzung erfrischend neu war – davon, ein müder Abklatsch zu sein, wie es bei Märchenadaptionen so leicht passiert, ist „Der Feuervogel“ weit entfernt. Es ist auch weitaus mehr als nur kitschige Märchen-Romantik – auch wenn ich damit durchaus zufrieden gewesen wäre ;-). Auch Freundschaft und Familie, Verrat und Vertrauen spielen eine große Rolle.

Der Stil liest sich angenehm und ist dem Genre angemessen. Die Geschichte ist spannend erzählt und das Handeln der Figuren konnte ich immer gut nachvollziehen, nur an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, mehr wirklich mitzuerleben, als es nur zusammengefasst als Rückblende erzählt zu bekommen. Gerade zum Ende wäre ich bei einigen Sachen gerne direkt dabei gewesen – auch wenn die Auflösung schlüssig war und mir sehr gefallen hat. Aber das ist auch das einzige kleine Manko am Roman – dass ich einfach gerne mehr gehabt hätte.

Fazit

„Der Feuervogel“ ist ein bezauberndes Märchen mit sympathischen Figuren,  herzergreifenden Momenten und überraschenden Wendungen. Auch wenn man oft mit den Figuren mitleidet, ist die Geschichte doch insgesamt eher optimistisch und geht sehr ans Herz – eine sehr schöne Abwechslung zu den eher deprimierenden Sachen, die ich sonst oft lese 😉 und wirklich märchenhaft.
Allen Fans von Märchen und Romantik kann ich diesen Roman nur ans Herz legen. Auch jedem, der einmal ins Gay Romance Genre schnuppern will, kann ich den Roman empfehlen, da es zwar romantisch und dramatisch zwischen Dimitrij und Ivan wird, aber nicht zu sehr zur Sache geht 😉
Ich bin sehr gespannt, was es in Zukunft noch von Kaye Alden zu lesen gibt.

bewertung-4

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