„Illusionist“ von Romy Wolf

spione4

Illusionist (Die Spione von Edinburgh 4) | Romy Wolf | 135 S. | Paranormaler Krimi | Weltenschmiede | ASIN: B00Y2JZUU0

Das Buch bei amazon

— „Illusionist“ ist der vierte Teil einer Reihe (Meine Kurz-Rezi zu den ersten Teilen findet ihr hier) – ich werde hier keine großen Spoiler zu den ersten Teilen verraten, aber wer an der Reihe interessiert ist, sollte mit dem ersten Band beginnen. Es lohnt sich! —

Klappentext

Als Laurences bester Freund und Kollege Ian Connolly nach acht Jahren plötzlich wieder auftaucht, gleicht das einem Wunder. Ians Wissen könnte nicht nur der entscheidende Faktor sein, um mehr über die Fae und ihre Machenschaften zu erfahren, er bietet dem Institut außerdem die Aussicht darauf, der Professorin endlich das Handwerk legen zu können.
Doch während Finley und Lear sich näher kommen, Ada Fortschritte als Spionin macht, Etta weiterhin versucht, Richards Erinnerungen wachzurütteln und Laurence ein schreckliches Geheimnis hütet, merkt zunächst niemand, dass Ian ein ganz eigenes Spiel spielt – bei dem ausgerechnet Finley der Schlüssel ist.

Wie es mir gefallen hat

Zuerst die überaus qualifizierte Kurzrezension 😉

Lange habe ich auf die Fortsetzung gewartet und endlich ist sie da! „Illusionist“ entführt uns wieder ins spätviktorianische Edinburgh, wo die Mitglieder des R.I.P. (Royal Institute for the Paranormal) der geheimnisvollen Professorin auf der Spur sind, die bisher in all ihren Fällen die Finger mit im Spiel hatte.
Wie aus dem Nichts findet Laurence seinen alten Freund Ian praktisch auf der Türschwelle wieder, nachdem er acht Jahre zuvor auf der Jagd nach einem Fae spurlos verschwunden war. Er offenbart, dass er die letzten Jahre in einem Fae Gefängnis verbracht hat. Aber dass ihm nach so langer Zeit ausgerechnet mit der Hilfe des Fae Farraday die Flucht gelang, ruft Zweifler auf den Plan, denn noch niemandem ist es gelungen, aus der Unterstadt der Fae zu entkommen. Und warum sollte ein Fae ihm helfen, wo sie doch die Menschen verachten? Wie viel Wahrheit steckt in Ians Geschichte und welches Ziel verfolgt er wirklich damit, plötzlich wieder im Institut aufzutauchen? Als Finley in Ians Machenschaften verstrickt wird, offenbart sich ihm eine schreckliches Geheimnis.

„Illusionist“ wird wieder aus wechselnden Perspektiven erzählt, wobei der Fokus diesmal auf Finley liegt. Immer wieder gibt es auch kurze Zwischenspiele aus Ians Sicht, die langsam das Bild verfeinern und seine Motivation und seine Ziele verdeutlichen. Nach und nach wird welche Beziehung Farraday und Ian verbindet, wobei man einigen falschen Fährten folgt, bis sich die Wahrheit wie ein Puzzle zusammenfügt. So gerät man langsam auch als Leser in ein Dilemma, je mehr man Ians Gründe versteht. Denn es ist nicht alles so schwarz-weiß, wie man zuerst meinen mag.

Neben dem Hauptplot um die geheimen Pläne, die Ian mit dem Fae Farraday verfolgt, werden noch zahlreiche spannende Nebenplots aufgespannt:

  • Ada setzt ihre Ausbildung zur Spionin fort. Aber nicht nur das beherrscht ihre Gedanken: Auch Ollie spukt ihr im Kopf herum und langsam wird ihr klar, dass ihre Gefühle für ihn sich verändern.
  • Der Meermann Lear hilft Thaddeus dabei, langsam wieder zu sich selbst zurückzufinden.
  • Etta kämpft um Richard, der sich noch immer nicht an sie erinnert, leidet darunter, wie distanziert ihr Verhältnis jetzt ist, gibt aber die Hoffnung nicht auf.
  • Finley, der sonst für seine kühle, zynische Art bekannt ist, hadert mit seinen wachsenden Gefühlen für Lear der Angst, ihn zu verlieren, sollte er sich dafür entscheiden, das Institut zu verlassen. Und da Finley kein Meister darin ist, über seine Gefühle zu reden, ist das der perfekte Nährboden für herzzerreißende Missverständnisse.

Aber auch wenn die Handlung fesselnd ist, sind es doch die lebendigen und faszinierenden Figuren, die mich vor allem in ihren Bann geschlagen haben. Besonders der zynische Halb-Fae Finley, von dem es in diesem Band wieder ganz besonders viel gibt. Sein Zusammenspiel mit dem sanften und gutmütigen Lear geht sehr ans Herz. Aber auch die anderen Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen – wer sich gerne in Figuren verliebt, wird hier auf jeden Fall fündig werden.

Fazit

Wieder eine hinreißende Geschichte, die von seinen Figuren lebt, aber auch mit einer spannenden Handlung voller überraschender Wendungen aufwartet. Gerade zum Ende bin ich atemlos durch die Seiten geflogen und habe auch ein paar Tränchen verdrückt. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Wartezeit zum nächsten Teil nicht mehr allzu lange sein wird.

Mehr von Romy Wolf

Die Spione von Edinburgh 1: Thimble House
Die Spione von Edinburgh 2: Metamorphose
Die Spione von Edinburgh 3: Nachtmahr
Zechengeister

Schreibe einen Kommentar