„Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne [Kurzrezension]

978-3-596-80683-6

Der Junge im gestreiften Pyjama (OT: The Boy in the Striped Pyjamas) | 272 S. | Jugendbuch | Fischer KJB | ISBN 978-3596806836

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Klappentext

Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch – so glauben wir – ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.

Wie es mir gefallen hat

Ich kann dem Klappentext nur zustimmen – es ist schwer, das Buch zu beschreiben. Ich will hier auch nicht viel zum Inhalt vorwegnehmen, da ich ebenfalls glaube, dass es sich besser liest, wenn man vorher nicht zu viel darüber weiß, in welche Richtung es sich entwickelt. Nur so viel, da das bereits am Anfang schnell klar wird und für einige vielleicht ein Grund sein könnte, dass sie das Buch nicht lesen wollen: Der Roman spielt zur Zeit des zweiten Weltkriegs und Bruno ist der Sohn eines SS-Offiziers.

Der Roman wird von einem auktorialen Erzähler erzählt, der die Ereignisse meistens aus Brunos Sicht schildert und sehr nah an seinen Gedanken bleibt. Der Stil ist sehr flüssig und man kann ihm gut folgen.

Brunos kindliche Naivität steht in einem starken Kontrast zu der Welt, in der er lebt, wodurch man eine ganz andere Sicht auf die Dinge bekommt. Es wirkte besonders eindringlich auf mich, dass man als Leser genau wusste, dass Brunos Welt nicht so heil ist, wie er denkt und dass die Probleme, mit denen er sich plagt, nichts sind im Vergleich zu dem Grauen, das quasi direkt vor seiner Tür liegt. Das Buch hat mich dadurch sehr beeindruckt und bewegt.

Fazit

Ein überaus beklemmendes Buch, das mit seinem Ende noch lange nachhallt. Ich kann dem Buch eine absolute Leseempfehlung erteilen, mit der Einschränkung, dass man das Ende nicht vor dem Schlafengehen lesen sollte – sonst hält es einen noch lange wach.

 

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