„Radiance“ von Grace Draven

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Radiance (Wraith Kings 1) | 296 S. | Romantasy | Selbstverlag | ISBN 978-1506119717

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Klappentext

~THE PRINCE OF NO VALUE~

Brishen Khaskem, prince of the Kai, has lived content as the nonessential spare heir to a throne secured many times over. A trade and political alliance between the human kingdom of Gaur and the Kai kingdom of Bast-Haradis requires that he marry a Gauri woman to seal the treaty. Always a dutiful son, Brishen agrees to the marriage and discovers his bride is as ugly as he expected and more beautiful than he could have imagined.

~THE NOBLEWOMAN OF NO IMPORTANCE~

Ildiko, niece of the Gauri king, has always known her only worth to the royal family lay in a strategic marriage. Resigned to her fate, she is horrified to learn that her intended groom isn’t just a foreign aristocrat but the younger prince of a people neither familiar nor human. Bound to her new husband, Ildiko will leave behind all she’s known to embrace a man shrouded in darkness but with a soul forged by light.

Two people brought together by the trappings of duty and politics will discover they are destined for each other, even as the powers of a hostile kingdom scheme to tear them apart.

Wie es mir gefallen hat

Ildiko und Brishen werden in eine politische Ehe gezwungen, in der Liebe von Anfang an keine Rolle zu spielen hat. Ein Schicksal, mit dem sich beide schon lange abgefunden hatten – verschärft wird ihre Situation nur dadurch, dass sie ganz unterschiedlichen Völkern angehören und da einige Vorurteile überwinden müssen, die zwischen ihnen liegen. Und die neue Allianz zwischen Kai und Gauri ruft auch das mit Gauri verfeindete Beladine auf den Plan. Die Verbindung ist Beladine ein Dorn im Auge und während Ildiko und Brishen sich allmählich annähern, geraten sie zwischen die Fronten des politischen Konflikts.

„Radiance“ ist eine Liebesgeschichte ganz nach meinem Geschmack. Schon nach den ersten Seiten fand ich Ildiko und Brishen sehr sympathisch. Ildiko besticht durch ihren Humor und Pragmatismus, bei Brishen ist es die Aufrichtigkeit und Warmherzigkeit, die sofort ins Auge sticht. Sie begegnen sich das erste Mal zufällig in einem Park kurz vor ihrer Hochzeit und sind sich, ohne zu wissen, wer der andere ist, gleich sympathisch.
Es hat mir sehr gefallen, dass keiner von beiden mit offener Feindseligkeit an die Ehe herangegangen ist, sondern sie das Beste aus ihrer Situation machen wollten und dankbar waren, jemanden zu heiraten, mit dem sie sich doch auf Anhieb gut verstanden. Auch wenn sie einander vom Aussehen her eher abstoßend fanden und daraus keinen Hehl machten. Es war wirklich wundervoll erfrischend zu lesen, dass es ganz und gar nicht das Aussehen was, was sie anzieht, sondern die Persönlichkeit des anderen. Erst dadurch, dass sie sich charakterlich wertschätzen und eine tiefe Freundschaft aufbauen, werden sie auch in den Augen des anderen attraktiv.

 

Manchem mag es jetzt vielleicht langweilig erscheinen, dass es zwischen Brishen und Ildiko keine wirklichen Konflikte gibt. Sie gehen offen und ehrlich miteinander um und ihr Liebe erwächst aus ihrem tiefen Vertrauen und ihrer Freundschaft heraus. Aber ich fand es einfach sehr süß, dass sie von Anfang an an einem Strang zogen und zusammenarbeiteten. Und es keine hanebüchenen Missverständnisse zwischen ihnen gab, die sich ewig nicht auflösten oder irgendwelche erzwungenen Dreiecksgeschichten mit Eifersuchtsdramen.
Aber an Spannung mangelt es dennoch nicht – Brishens Mutter Secmis ist die schlimmste Schwiegermutter, die man sich wünschen kann und auch die Konflikte mit Beladine spitzen sich nach und nach zu, sodass ich am Ende gar nicht mehr aufhören konnte, zu lesen.

Die interkulturellen Probleme brachten mich manchmal auch zum Schmunzeln, gerade wenn es ums Essen ging, da ich das aus eigenen Erfahrungen auch kenne. Brishens Ekel vor Kartoffeln, die in Vergleich zu lebenden Skorpionen doch wirklich harmlos sind, war einfach herrlich.

Die Nebencharaktere waren auch sehr schön ausgearbeitet – besonders Brishens Cousine Anhuset und der verbündete Lord Serovek haben mir gefallen und ich hoffe, in der Fortsetzung noch mehr von ihnen zu lesen.

Fazit

Für mich ist dieses Buch ein Beispiel für eine Liebesgeschichte, genau, wie sie sein sollte. Keine Instant-Liebe, die nur auf Äußerlichkeiten aufbaut sondern eine zarte Liebe, die auf charakterliche Anziehung fußt und sich langsam über das Buch hinweg entwickelt. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten und vergebe mit gutem Gewissen

 

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