„Der Marsianer“ von Andy Weir

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Der Marsianer (OT: The Martian) | 512 S. | Science Fiction | Heyne Verlag | ISBN 978-3-453-31583-9
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Leseprobe

Klappentext

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …

Wie es mir gefallen hat

Eines Vorweg: Normalerweise lese ich keine Hard Science Fiction, aber da ich schon einiges Positives über „Der Marsianer“ gehört hatte, wollte ich es einmal damit versuchen. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Der Roman war spannend von der ersten bis zur letzten Seite. In der Mitte gab es sogar eine Stelle, die fast schon zu spannend war – ich war so angespannt beim Lesen, dass ich das Buch erstmal weg legen musste, aufstehen, eine Runde durch die Wohnung tigern und ein paar Mal tief durchatmen, bis ich mich genug beruhigt hatte, weiter zu lesen. Aber ich werde mich hüten, dafür Punkte abzuziehen, dass mir das Buch zeitweise zu sehr an den Nerven gezehrt hat 😉

Der Schwerpunkt des Romans liegt auf dem Logbuch, in dem Mark seine Erlebnisse festhält und das entsprechend in der ersten Person aus seiner Sicht erzählt ist. Unterbrochen werden die Logbucheinträge von Episoden auf der Erde oder auf dem Raumschiff Hermes, welches den Rest der Crew sicher zur Erde zurückbringen soll. Hier schildert dann ein auktorialer Erzähler, wie verschiedene Personen mit Marks Tod umgehen und wie die Rettungsmaßnahmen vorwärts gehen, nachdem die Welt feststellt, dass er überlebt hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn auch wenn Mark beginnt, selbst Kartoffeln anzubauen, reichen seine Lebensmittelvorräte niemals bis zu nächsten Marsmission, die ihn zurück zur Erde bringen könnte. Jede Entscheidung wird von der Frage überschattet, ob sie rechtzeitig in der Lage sein werden, ihm die notwendigen Lebensmittelrationen zuzuschicken -oder ob er auf dem Mars verhungern muss, lange, bevor ihn Hilfe erreichen kann.

Mark Watney gelingt es sehr gut, den Roman über weite Strecken alleine auf seinen Schultern zu tragen. Gerade bei einem Roman, der mit so wenigen Figuren auskommt, ist es wichtig, einen Sympathieträger in der Hauptrolle zu haben. Und das ist Mark – er besticht mit seinem Einfallsreichtum, seinem Durchhaltevermögen und seinem herrlich selbstironischen Ton. Sein lockerer Ton macht es zu Beginn auch sehr einfach, die vielen Erklärungen und Informationen zu verdauen, die zum Verständnis notwendig sind, ohne dass es dabei langweilig wird. Es ist mir sehr leicht gefallen, mit ihm mitzufiebern, mitzuleiden wenn er scheitert und bei jedem seiner Erfolge mit ihm zu triumphieren. Und beim dramatischen Finale habe ich mit ihm gezittert.

Fazit

„Der Marsianer“ ist ein fesselnder Hard Science Fiction Roman, der besonders durch seinen sympathischen Protagonisten besticht und mich vollends überzeugen konnte. Mit gutem Gewissen kann ich hier 5 Herzen vergeben. Ich bin sehr gespannt, was wir in Zukunft noch von Andy Weir lesen werden, nachdem sein Debüt bereits so mitreißend war.

Vielen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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