„Wen der Wind liebt“ von Diana Dettmann

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Wen der Wind liebt | 462 S. | Paranormal Romance | ISBN 978-1505865-29-5

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Klappentext

Abgebrochenes Studium, frisch getrennte Eltern, ein winziges Zimmer im baufälligen Haus der Großmutter und ein Job, der genug Startkapital für ein neues Leben abwerfen soll, es aber nicht tut. Evas Leben ist noch nie ein lustiges Zuckerschlecken gewesen, aber ihre momentane Situation übertrifft alles. Zu allem Überfluss trifft sie bald auch noch auf Victor, mit dem ganz eindeutig irgendwas nicht stimmt. Schließlich verpasst einem nicht jeder normale Junge einen elektrischen Schlag, oder? Wenn er doch nur nicht so verdammt interessant wäre …

Victor weiß, dass er Eva in Ruhe lassen sollte. Er weiß, dass seine Geheimnisse sie in große Gefahr bringen könnten und doch ist da etwas an ihr, dass ihn nicht mehr loslässt …

Wie es mir gefallen hat

Abgebrochen ist hier das Stichwort. Ich habe es bis 17% geschafft und danach aufgegeben. Der Funke wollte einfach bei mir nicht überspringen.

Ich bin generell kein Fan von Paranormal Romance, aber hier hatte mich gereizt, das Victor ein eher ungewöhnliches Wesen ist (wie der Titel erahnen lässt, kann er sich in Wind verwandeln – was genau er ist, weiß ich aber nicht, da ich bis zu dieser Enthüllung gar nicht gekommen bin). Ich hatte gehofft, es würde nicht – wie bei Vampiren typisch – um das ganze „Ich will bei dir sein, aber ich will dich nicht verletzen, weil Menschen ja auch meine Nahrung sind!“-Thema gehen, sondern vielleicht einmal ein paar andere Konflikte im Vordergrund stehen. Aber nein, woraus zieht Victor seine Kraft? Genau, Menschen, denen er bei Berührung Energie entziehen kann. Und aus eben diesem Grund ist er zeitweise anfangs abweisend zu ihr, dann aber wieder supernett, was mich eine Zeitlang grübeln ließ, ob er vielleicht eine gespaltene Persönlichkeit hat oder mit einem eineiigen Zwilling die Rollen tauscht – so kein bisschen machte sein Verhalten Sinn.

Eva, die aus der Ich-Perspektive erzählt, war mir anfangs sympathisch. Sie ist sehr schüchtern und unsicher im Umgang mit Jungs und erst mal von ihren Gefühlen für Victor überfordert, da sie noch nie zuvor verliebt war. Leider kennt sie kein anderes Thema als Victor, nachdem sie einmal quasi mit ihm zusammen ist. Und so sehr wie sie von ihm schwärmt, wie sie alles an ihm perfekt und faszinierend findet, musste ich öfters mit den Augen rollen – denn genau dieses Besondere an Victor kam bei mir nicht an.

Einige handwerkliche Mängel trübten das Lesevergnügen zusätzlich. Zwar ist der Stil alles in allem recht flüssig lesbar, aber einige formale Fehler im Text sind mir störend ins Auge gesprungen. Zum Beispiel ein immer wieder kehrender Fehler in der Zeichensetzung bei Dialogen, den ein gutes Korrektorat sicher hätte beheben können.

Hin und wieder gab es auch Sprünge in den Szenen – am Anfang sieht sie Victor auf der Straße, er verschwindet. Dann kommt ein langer Rückblick und wo genau die Szene wieder an die alte anknüpft blieb mir schleierhaft. Ähnlich bei einer weiteren Szene: Eva sitzt auf einer Pritsche und isst ein Sandwich, verliert sich in Gedanken und steigt dann plötzlich in einen Aufzug. Generell wieder nur Kleinigkeiten, die mich beim Lesen aber aus der Geschichte geworfen haben. Und auch die hätte man mit etwas mehr Sorgfalt beheben können.

Fazit

Vielleicht liegt es wirklich an dem Genre, das einfach nicht meins ist. Oder am Alter – denn von der angedachten Zielgruppe dürfte ich doch ein gutes Stückchen entfernt sein. Die Geschichte konnte mich einfach nicht ausreichend begeistern, dass ich sie weiter lesen wollte. Daher lautet meine Bewertung

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